Süchtig…….l

nach chinesischen Dramen! Ich hatte schon immer ein Faible für asiatische Filme ( ausserhalb von Bollywood) genannt seien hier die Filme von Zhang Yimou ( Raise the Red Lantern, The Curse of the Golden Flower, Red Sorghum) oder beispielsweise das grandiose Red Cliff von John Woo. Den zweiten Teil sah ich in einem Kino in Singapur, den ersten auf dem Flug von Singapur nach Zürich. Nach langem Suchen fand ich endlich den ganzen Film auf DVD und zwar die ungekürzte Originalversion.

Seit einiger Zeit sind in Europa die Filme jüngerer asiatischer Regisseure zu sehen: „Shoplifters“, „Black coal“, “ An elephant sitting still“, „Ash is purest White“, um nur einige von ihnen zu nennen.

In den letzten Jahren kam meine Liebe zu Serien hinzu. Nein, ich habe weder ein Netflix- Abo noch eines eines anderen Streaming- Dienstes. Entweder besorge ich mir die DVDs (ja, ich bin so alt) oder ich streame sie auf dem Portal s.to.

Meine Liebe zu chinesischen Palastdramen oder – korrekter – Period Dramas – begann eher zufällig, mit einem Artikel im Tages-Anzeiger. Dort wurde eine chinesische Hitserie besprochen – the Story of Yanzi Palace. Neugierig gemacht durch diesen Artikel, suchte ich die Serie auf YouTube und fand sie – glücklicherweise mit englischen Untertiteln. Noch am gleichen Abend begann ich die Serie zu schauen und konnte fast nicht mehr aufhören. Mit 76 (!!!!) Episoden ein richtiger Marathon – ich hätte aber nochmals ohne Probleme weitere 76 Episoden schauen können. Leider wurde diese Serie in diesem Jahr von der staatlichen Zensur der VR China verboten, da sie nach Ansicht der Zensoren die seelische Orientierung des chinesischen Volkes gefährdet – naja. Schade, eine Fortsetzung war nämlich geplant.

Dieses Drama hat mich dermassen gepackt, dass ich anfing nach weiteren zu googeln. In der Zwischenzeit habe ich mir drei weitere angeguckt: „Empresses in the Palace“ ( auf Netflix in der Zusammenfassung als „the Legend of Zhen Huan zu finden), „Scarlet Heart“ und die beste Show bis jetzt: „Nirvana in fire“ mit einem fantastischen Hu Ge in der Hauptrolle. Angefangen habe ich „the Story of Mi Yue“, hier musste ich auf DVD zurückgreifen ( gefunden auf eBay), da nur etwa die Hälfte des Dramas untertitelt ist.

Sobald ich Zeit habe, werde ich die einzelnen Dramen im Detail besprechen – eines sei aber schon jetzt verraten – Es braucht ziemlich viel Durchhaltevermögen, denn jedes dieser Dramen hat zwischen 50 und 80 Episoden. Anders als bei westlichen Serien gibt es nur eine Staffel, aber mit x Episoden.

Also, Leute, wenn euch der Sinn nach intelligenter/ spannender Unterhaltung, schönen Kostümen, asiatischer Musik und ( chinesischer) Geschichte steht, schaut euch diese Dramen an. Und wenn ihr nur eines schauen wollt, dann Nirvana in Fire – dies ist ein absolutes Must- watch, glaubt es mir.

Fun-fact am Rande: Meine chinesische Cousine kennt keines dieser Dramen, sie mag diese Art von Film offenbar nicht….