Legend of Miyue (2015)

Genre: Friktion

Literatur: Miyue Zhuan von Jiang Shenghuntnan

Regie: Zheng Xiaolong

Cast:

Sun Li / Betty Sun (Mi Yue)

Liu Tao (Mi Shu / Königin Huiwen)

Ma Su (Wei Yan)

Alex Fong (König Huiwen von Qin)

Huang Xuan (Lord Chunshen)

Gao Yunxiang (Zhai Li, König von Yiqu)

und viele andere….

Episoden: 81

(Quelle: Wikipedia)

Handlung

Die Serie gilt als Fortsetzung der Serie „Empresses in the Palace“. Sie hat die gleiche Hauptdarstellerin.

Mi Yue ist eine der vielen Töchter des Königs von Chu. Da ihre Mutter aber eine niedriggestellte Dienerin im Palast ist, wird sie am Hof mehr geduldet als geliebt. Sie erhält nicht die gleiche Unterstützung, wie die Kinder des Kaisers von seinen offiziellen Konkubinen.

Nach dem Tod ihres Vaters versucht seine Witwe, sie und ihren Bruder zu töten. Nur dank der Selbstaufopferung einer anderen Konkubine werden beide davor bewahrt, ihren Vater in den Tod zu begleiten. Beide werden daraufhin mit einer älteren Bediensteten zur Bewachung der Totenstadt verbannt. Ihre Mutter wird vom Hof verbannt.

Sie verliebt sich in den Lehrer des Kronprinzen, der ihr sein Leben lang beistehen wird.

Durch einen glücklichen Zufall kann Mi Yue wieder an den Hof zurückkehren und wird Dienerin ihrer Halbschwester. Diese Halbschwester wird an den Hof von Qin geschickt, um seine Frau zu werden. Mi Yue begleitet sie als Teil ihrer Mitgift in das ferne Land. Auf ihrer Reise werden sie vom König von Yiqu überfallen. Mi Yue wird als Geisel gefangengehalten, bis sie durch ein Lösegeld befreit wird.

Am Hof des Königs von Qing erregt sie bald dessen Aufmerksamkeit. Sie weist ihn mehrmals ab, erliegt aber irgendwann seinem Charme. Sie wird von ihm schwanger. Dies führt dazu, dass sie von der Vertrauten ihrer Halbschwester, der rechtmässigen Ehefrau des Königs zur Rivalin wird.

Als der König stirbt, wird sie von dessen Nachfolger, dem Sohn ihrer Rivalin, auf Initiative der Königinwitwe zusammen mit ihrem Sohn als Geisel an den Hof von Yan gesandt. Dort wird ihr das Leben zur Hölle gemacht, doch dank ihrer treuen Dienerin und ihrem eisernen Willen übersteht sie diese schwierige Zeit.

Als der Tod des Königs von Qin ein Machtvakuum hinterlässt, entbrennt ein Kampf um seine Nachfolge, da er keine Söhne hat. Der König von Yan beschliesst, Mi Yue und ihren Sohn zurück an den Hof von Qin zu senden. Mit der Hilfe ihres Halbbruders kann ihr Sohn den Thron besteigen und Mi Yue ernennt sich selbst zur Königinwitwe (Queen Dowager). Sie heiratet heimlich den König von Yiqu.

Kritik

„Legend of Mi Yue“ basiert lose auf dem Leben der ersten „Empress Dowager“ oder Königinwitwe.

Die Handlung umfasst drei Teile:

1. Mi Yue als eine Prinzessin, eine Halbschwester und als junges Mädchen, das sich zum ersten Mal verliebt. Obwohl sie als Tochter des Königs eine Prinzessin ist, hat sie nicht die gleichen Rechte und Privilegien wie die anderen Kinder des Königs, da ihre Mutter nur eine kleine Dienerin war. Sie entgeht zusammen mit ihrem Bruder nur knapp dem Schicksal lebendig begraben zu werden. In der Folge wird sie vom Hof verbannt.

2. Mi Yue als Dienerin (Mitgift) ihrer älteren Schwester, welche die künftige Königin von Qi ist. Sie wird gegen ihren Willen zur Konkubine des Königs und damit zur Konkurrentin ihrer Schwester. Diese Phase am Hof des Königs von Qin ist in ihrem Leben sehr wichtig, denn zum ersten Mal in ihrem Leben wird sie als eigenständige Persönlichkeit wahrgenommen.

3. Mi Yue als Mutter, als politische Führerin sowie ihre dritte und höchst unrealistische Liebesgeschichte.

Das Ganze klingt sehr spannend, aber leider hapert es bei der Umsetzung. Vielleicht hätte es der Serie gut getan, wenn man sie etwas gestrafft bzw gekürzt hätte (so um etwa 20 Episoden). Nach 30 Episoden war ich nahe daran, aufzugeben. Aber da hatte ich schon die DVD bestellt, da auf youtube nur etwa 30 Episoden englisch untertitelt waren.

Die Handlung war zäh wie Kaugummi und ziemlich vorhesehbar. Trotz der zahlreichen Intrigen der verschiedenen Protagonisten langweilte ich mich zu Tode. Zudem ist es recht unglaubwürdig, dass ausgerechnet der dümmste und unfähigste Sohn des Königs (Qin) sein Nachfolger wird, auch wenn er qua Geburt dazu auserwählt war.

Mi Yue steigt von der kleinen Dowry maid zur mächtigsten Frau im Königreich (Empress Dowager) auf. Auf diesem Weg hat sie zahlreiche Hindernisse und Widrigkeiten zu überwinden. Aber ich nehme sie an keiner Stelle der Geschichte als starke, selbstbewusste Persönlichkeit wahr. Sie ist eigentlich immer ein Spielball der Geschichte – von der Mitgift für ihre Schwester über die Rolle als Konkubine zur Geisel und von dort zur Empress Dowager. Sie wird von allen nur benutzt – ausser auf ihrer letzten Station als Empress Dowager, einen Titel, den sie für sich erfindet.

Ich bereue es, dass ich mir tatsächlich alle 81 Episoden angeschaut habe. Das ist Lebenszeit, die ich nicht wieder zurückbekomme. Mit anderen Worten: Ich werde diese Serie sicher nicht nochmals anschauen.

Gesehen auf youtube (Episode 1 – 30), DVD (Episode 31 – 81)

Trailer

Copyright Corinne Mathieu 2020