Das fängt ja gut an……

Heute morgen um 08.06 begannen meine Ferien. Der Abschied aus der Schweiz wurde mir dank trübem Wetter und fast arktischer Kälte (12!!!!!!Grad) leicht gemacht. Im Bahnhof Brig sorgte ich noch für den Reiseproviant – ich liebe Trockenfleischsandwiches – und dann ging es ohne Umsteigen bis nach Venezia Mestre. In Triest angekommen, kümmerte ich mich als erstes um die Weiterreise nach Rijeka, die am Dienstag ansteht. Gemäss Internet gibt es täglich zwei Züge von Triest nach Rijeka. Allerdings fand ich die Züge nicht auf dem Fahrplan. Kein Wunder, denn es gibt gar  keine Zugverbindung nach Rijeka, nur einen Bus………allerdings fährt dieser etwa viermal pro Tag und benötigt nur ca 1 1/2 Stunden. Glück gehabt, ich sah mich schon nach Rijeka trampen! So, nun freue ich mich auf ein ausgedehntes italienisches Abendessen!

Da bin ich wieder!

Nach einer mehr als einjährigen Absenz melde ich mich wieder zu Wort. Das letzte Jahr war Stress pur, ich hatte für fast nichts mehr Zeit. Dies soll sich nun ändern. Ab sofort habe ich mir vorgenommen, wieder regelmässig zu bloggen. Als erstes habe ich einige Ferienfotos aufgeschaltet – von Marseille und Stockholm. Es scheint, dass es mich vor allem in Städte zieht, die am Wasser liegen. Zudem werde ich wieder Besprechungen von Bollywood- Filmen schreiben. Ich habe im letzten Jahr ungefähr ein halbes Dutzend Filme gesehen, meine Eindrücke von diesen Filmen würde ich gerne mit euch teilen. 

Also dann bis gly!

Wieder zu Hause….

…..nach aufregenden zwei Wochen, also etwas weniger lange als ursprünglich geplant. Ich habe die Hitze schlecht ertragen – 30 Grad im Schatten an einem Hotelpool oder in einem Liegestuhl am Strand sind sehr angenehm – aber 35 – 40 Grad ist schlicht zu heiss…..und für den Süden wurden für die Nachmittage jeweils bis zu 50 Grad vorhergesagt. Gut, man kann sich morgens und abends hinauswagen und zwischen 12.00 und 17.00 im Hotelzimmer verbringen……aber die meiste Zeit der Ferien im Zimmer zu verbringen ist doch etwas schräg. Zusätzlich laborierte ich an  einem hartnäckigen Schnupfen herum – der mit dem Wechsel zwischen 40 Grad draussen und eisgekühltem Hotelzimmer schlecht zurecht kam. Wieder zu Hause…. weiterlesen

Eine andere Welt

Seit drei Tagen bin ich in Bangkok – und es ist ein ziemlicher Kulturschock. Vom beschaulichen Laos in eine Stadt, die irgendwie dauernd auf Speed zu sein scheint. Eigentlich ist Bangkok ein gigantisches Shoppingcenter – man weiss nicht, wo es anfängt und wo es aufhört. Hat man eines gesehen, hat man schon alle gesehen, denn das Angebot ist überall das Gleiche. Hier kann man alles kaufen – was man überall sonst auch kaufen kann.

Man kann sich sehr gut mittels Skytrain fortbewegen, aber wehe, man möchte an einen Ort, der via Skytrain nicht erreichbar ist. Der Verkehr ist eine echte Katastrophe, mit dem Taxi unterwegs zu sein dauert ewig, da in Bangkok der Stau quasi ein Dauerzustand ist.

Gestern habe ich ein echtes Kleinod entdeckt, das Museum of Contemporary Art, kurz MOCA genannt. Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen wurde es irgendwo in den Pampas hingeklotzt, man findet es fast nicht. Man muss mit dem Skytrain bis zur Endstation Moi Chit fahren und dort das Taxi nehmen. Allerdings ist das MOCA für die Taxifahrer – noch – kein Begriff, mein Taxifahrer hatte die allergrösste Mühe, es zu finden, obwohl ich noch extra einen Screenshot mit dem Lageplan gemacht habe.

Übrigens – vielen Dank für die Feedbacks auf meinen Blog. Ich möchte hier festhalten, dass es sich um meine persönliche Meinung handelt – möglich, dass diese nicht allen in den Kram passt…

 

Zwiespältig

Laos hinterlässt bei mir einen recht zwiespältigen Eindruck. In den grösseren Orten – dh vor allem in denen von Touristen besuchten – ist die Infrastruktur sehr gut. Es kommt nicht zu regelmässigen Stromunterbrüchen wie beispielsweise in Indien, praktisch in jedem Hotel und Café ist Wifi vorhanden, es gibt fliessendes, warmes und kaltes Wasser und dies den ganzen Tag. Das Mobilfunknetz funktioniert hervorragend – eine der beiden laotischen Mobilfunkgesellschaften hat mich nun insgesamt sechsmal in Laos begrüsst – Danke vielmals! Zwiespältig weiterlesen

We make jewels not bombs

Diesen Slogan  habe ich beim Schlendern über den Nachtmarkt in Luang Prabang gelesen. Damit wurde Werbung für Schmuck und sonstige Gebrauchsgegenstände gemacht, die aus Bombensplittern gefertigt werden. Man kann nun damit argumentieren, dass schlussendlich aus etwas, das Tod und Verwüstung über die Menschen gebracht hat, etwas Nützliches hergestellt wird. Aber ganz ehrlich, wer will sich schon ernsthaft eine ehemalige Bombe auf den Schreibtisch stellen oder sich damit schmücken? Ich finde das Ganze eher makaber und habe deshalb auch darauf verzichtet, mir ein solches Souvenir zu erstehen. 

Die wohl verschlafenste Hauptstadt Asiens

Vientiane ist die Hauptstadt Laos oder man müsste wohl eher sagen, das größte Dorf. Die Geschäfte, Restaurants, Hotels und Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich auf die zwei Parallelstrassen zum Mekong sowie den Querstrassen. Zu sehen gibt es neben den üblichen Vats, also buddhistischen Tempeln, nicht mehr viel ausser dem Nationalmuseum und der Kulturhalle des sozialistischen Volkes. Da alles so nah beieinander liegt, kann man die Sehenswürdigkeiten auch gut zu Fuss abklappern.  Die wohl verschlafenste Hauptstadt Asiens weiterlesen

10 Stunden Busfahrt

Gestern gings von Phonsavan per Bus nach Vientiane, der laotischen Hauptstadt.

Der Bus machte einen sehr guten Eindruck und im Gegensatz zum Minivan, mit dem es von Luang Prabang nach Phonsavan ging, funktionierte die Klimaanlage auch. Als Ersatz für die Klimaanlage wurden im Minivan die Fenster weit aufgemacht, so dass wir während 8 Stunden im Durchzug saßen.

Der Bus war bei der Abfahrt nicht voll und ich freute mich auf eine einigermaßen bequeme Fahrt…aber wie das in Asien so üblich ist, stiegen immer mehr Leute zu, zudem wurden säckeweise Waren transportiert. Zum Schluss war jedes Plätzchen besetzt. 10 Stunden Busfahrt weiterlesen

Steinkrüge und Bombenkrater

In Phonsavan treffen unterschiedliche Abschitte der Geschichte sehr sichtbar aufeinander. Einerseits ist die Stadt ein Anziehungspunkt für Touristen wegen der „Ebene der Steinkrüge“, andererseits wirkt der Indochina- Krieg, der vor mehr als 40 Jahren zu Ende ging, immer noch nach.

Die Steinkrüge sind ca 2000 Jahre alt, ihre Ursprünge liegen im Dunkeln. Es wird vermutet, dass sie als primäre Grabstätte dienten, dies aufgrund der Knochenreste, die man in den Steinkrügen fand. Man praktizierte die zweistufige Beerdigung: Nach dem Tod wurden die Leichen in die Steinkrüge gelegt und der Verwesung anheim gegeben. Wenn nur noch Knochen übrig waren, wurden diese verbrannt. Dies ist eine Praxis, die noch heute in Vietnam gang und gäbe ist. Die Leichname werden beerdigt und nach einem Jahr wieder ausgegraben. Was dann noch übrig (geblieben ist), wird kremiert. Steinkrüge und Bombenkrater weiterlesen

Laos brennt

Schon beim Anflug auf Luang Prabang waren verschiedene Rauchsäulen zu sehen – in Laos werden die Felder mittels Feuer gerodet. Dies hat zur Folge, dass die Luft völlig verraucht ist und man kaum jemals den blauen Himmel sieht. Anlässlich der heutigen Busfahrt von Luang Prabang bis Phonsavan fuhren wir an Dutzenden solcher Feuer vorbei. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis es mal zu einer Katastrophe kommt.

Nachtrag: In der „Bangkok Post“ habe ich gelesen, dass der Rauch in der Gegend von Chang Mai von diesen Feldfeuern so dicht war, dass Flüge umgeleitet werden mussten. Deshalb wurde in Thailand diese Praxis verboten. Zuwiderhandelnde Bauern werden ohne viel Federlesens festgenommen.