Bella Italia…..

das war das Motto meiner diesjährigen Sommer- und Herbstferien. Ich habe insgesamt fast vier Wochen in unserem südlichen Nachbarland verbracht.

Nachdem ich lange Zeit nur durch Italien durchgefahren bin, um auf meine kroatische Lieblingsinsel zu gelangen oder höchstens mal den einen oder anderen Shoppingtag in Mailand eingelegt habe, habe ich unser südliches Nachbarland wieder entdeckt und eine alte Liebe ist wieder aufgeflammt.

Zudem hat sich Italien auch coronabedingt als ideale Feriendestination angeboten. Man ist mit dem Zug unheimlich schnell am Meer und ( halt vor allem für letztes Jahr) falls die Grenzen wieder zugehen so ist man ebenso schnell wieder zu Hause.

Im August musste ich wegen Krankheit meine Pläne ändern, statt Palermo wurde es Ravenna und Bologna. Im Nachhinein kann ich sagen Gottseidank- im Sommer wurden auf Sizilien bis zu 45 Grad gemessen 🙄🙄🙄

Da ich, obwohl ich in der Zwischenzeit geimpft bin, immer noch keine Lust auf Fliegen hatte, wählte ich den Zug für meine Reise nach Palermo. Man muss allerdings schon sehr sehr Fan sein, um diese Art der Reise nach Sizilien zu wählen, denn man ist mehr als 24 Stunden unterwegs ( mit einem dreistündigen Aufenthalt in Mailand). Allerdings macht mir dies nichts aus, denn für mich ist die Reise schon ein Teil der Ferien: wenn ich in Bern in den Zug Richtung Mailand steige, fangen die Ferien schon an.

Mein Abteil im Schlafwagen war relativ gross, es hatte sogar ein Waschbecken, die Luxusversion mit Dusche wird nur auf der Strecke Rom-Palermo-Rom angeboten.

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Palermo…..

Wenn ich erwähnte, wo ich meine Herbstferien verbringen will, wurde die Stirn gerunzelt und es kam safe die immer gleiche Frage: Ist Palermo denn nicht gefährlich? Die gleiche Frage wurde mir gestellt, als ich letztes Jahr nach Marseille fuhr. Spoiler: Ich lebe noch…….

Heute gab es ein sehr sehr spätes Frühstück, die lange Zugfahrt sass mir immer noch in den Knochen. Bevor ich aber gemütlich zmörgele konnte, musste ich erst einmal einkaufen gehen.

Nach dem ausgedehnten Frühstück ( so ca um halb drei nachmittags) ging’s dann auf eine erste Entdeckungstour durch die nähere Umgebung. Fazit: Das Palermo, das ich bis jetzt gesehen habe, wird keinen Schönheitspreis gewinnen, ist halt weder Mailand noch Florenz…….Ich kam auch an den Kapuzinerkatakomben vorbei, die aber für unbestimmte Zeit geschlossen sind, sehr schade, aber ich werde sicher den Friedhof besuchen, der gerade daneben liegt.

Es hat tonnenweise kleine Lädchen: Tabacchi, Bäckereien, Lebensmittelläden mit einem sehr rudimentären Angebot, kleine Bars, Gelaterias und und und, zudem auffallend viele kleinere und grössere Marktstände, an denen Früchte und Gemüse verkauft werden (an einem Stand werden gesottene Kartoffeln angeboten) sowie viele Blumenläden.

Ich habe eigentlich gar keinen Plan, sondern werde jeden Tag spontan entscheiden, was ich unternehmen will, auf dem provisorischen Plan stehen Meer und Kultur. Morgen fahre ich nach Agrigento, da musste ich mich festlegen, da ich mit der Bahn hinfahre und deshalb ein Zugbillett kaufen musste.

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Arkaden – ist nicht nur in Bern möglich, sondern auch in Bologna, dem zweiten Teil meiner kleinen Italienreise.

Am späten Donnerstagnachmittag fuhr ich von Ravenna nach Bologna und blieb dort für zwei Tage. Die Innenstadt ist nicht sehr weitläufig, die meisten Sehenswürdikeiten sind bequem zu Fuss zu erreichen. Mein Hotel war am Rande der Innenstadt, die ich zu Fuss in rund 10 Minuten erreichte. Es fahren sehr viele öffentliche Busse, aber diese benutzte ich nie.

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Endlich wieder Bella Italia….

nach fast einem Jahr! Letztes Jahr hat mich meine Flucht vor dem 1. August nach Marseille geführt, dieses Jahr stand eigentlich Palermo auf dem Programm. Allerdings strikte mit dem OeV, zum Fliegen habe ich noch nicht genügend Mut, obwohl ich in der Zwischenzeit endlich zweimal geimpft worden bin.

Leider wurde ich anfangs letzter Woche krank, heftige Halsschmerzen und Husten warfen mich ins Bett, so dass Palermo zeitlich schlicht nicht mehr drinlag.

So entschied ich mich für ein Mini-Italienreisli: Ravenna und Bologna. Ravenna ist so eine typische italienische Stadt der zweiten Reihe: vollgepackt mit Kunst, aber irgendwie zuwenig bekannt und whs auch zu klein, um die ganz grossen Touristenmassen anzuziehen, was ich natürlich toll finde. Es hat regelmässig Tagestouristen, welche im Eiltempo die Sehenswürdigkeiten abstressen, aber am Abend haben die Ravannesi ihre Stadt wieder für sich.

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Ich habe es gewagt…

und bin vorletzte Woche trotz aller Bedenken ins Ausland gefahren. Allerdings galten auch bei diesen Ferien die gleichen Kriterien wie im Juli: Ferien nur im benachbarten europäischen Ausland, keine Flugreise und im Notfall schnell wieder in der Schweiz sein.

Üblicherweise verbringe ich meine Herbstferien in meinem geliebten kroatischen Fischerdorf auf der Insel Hvar, doch es war schon im Sommer klar, dass dies dieses Jahr wohl nichts wird. Eine Alternative wäre Korsika gewesen, doch seit anfangs September war auch Korsika auf der Quarantäneliste des BAG.

Ich wollte schon lange wieder einmal nach Florenz, doch mich schreckte die Aussicht auf stundenlanges Anstehen vor den meisten Sehenswürdigkeiten ab. Da dieses Jahr die amerikanischen und asiatischen Touristen in Europa gezwungenermassen ausblieben, packte ich die Gelegenheit beim Schopf und plante vier Tage Florenz ein.

Das letzte Mal war ich vor mehr als dreissig Jahren in Florenz und ich war mega gespannt, welche Auswirkungen der Massentourismus wohl auf die Stadt gehabt hatte. Ich machte mich auf das Schlimmste gefasst – erwartete eine Art Disneyland auf Italienisch, horrende Preise sowie genervte Einheimische.

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Schwein gehabt……

Nachdem ich am Donnerstag mein Handy und Portemonnaie im Meer versenkt hatte, ging fast der ganze Freitag auf der Suche nach einem Handydoktor drauf. Eigentlich hat es im Quartier, in dem ich untergebracht war, Dutzende dieser kleinen Handyshops, aber es waren alle geschlossen, was ich etwas merkwürdig fand, bis mir einfiel, dass eben Freitag ist……….Spoiler: Mein Handy hat das Bad im Mittelmeer nicht überlebt.

Ich bin wohl noch rechtzeitig aus den Ferien zurückgekehrt…..Frankreich ist anscheinend auf der Kippe zu einer zweiten Welle. Paris und Marseille haben vor einigen Tagen die Maskentragepflicht auf öffentliche Plätze ausgedehnt.

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Endlich wieder Meer

Unter normalen Umständen wären dies wohl meine zweiten oder dritten Ferien dieses Jahr, aber was ist 2020 schon normal?

Und ich wäre jetzt nicht in Frankreich, sondern auf einem kleinen Italienreisli, meiner üblichen Flucht vor dem 1. August. Aber eben, unter den gegebenen Umständen gibt’s dieses Jahr wohl keine Italienferien.

Mein Ferienziel wählte ich nach folgenden Kriterien aus: Sonne, Meer, keine Flugreise und im schlimmsten Falle so schnell wie möglich zurück in der Schweiz sein. Nach diesen Kriterien kam fast nur Frankreich in Frage – Südfrankreich ist von Genf in etwas mehr als drei Stunden mit dem Zug erreichbar.

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Eine Puppenstube

die sich Hauptstadt nennt. So ungefähr könnte man Ljubljana, die slowenische Hauptstadt bezeichnen. Da ich nur Schwärmereien über die Stadt gehört habe, stand sie auf meiner to-see Bucketlist. Deshalb beschloss ich, auf der Heimreise meiner Ferien auf meiner geliebten kroatischen Insel sozusagen einen Umweg über Ljubljana zu machen. Es gibt eine Busverbindung zwischen Split und Ljubljana, meine Begeisterung für neunstündige Busfahrten hält sich aber in Grenzen. So nahm ich also den Zug von Split nach Zagreb, um dort auf den Bus umzusteigen. Im Nachhinein hätte ich gescheiter den Direktbus von Split genommen.

Ich habe auf einen Reiseführer verzichtet und mich vor allem online über die Sehenswürdigkeiten informiert. Die Liste der Sehenswürdigkeiten war auf den ersten Blick beeindruckend, so dass ich mich für einen viertägigen Aufenthalt entschieden habe. Allerdings auch, weil in der Nacht, in der zurückkehren wollte, der Nachtzug schon ausgebucht war.

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Pizza zum Frühstück

kann nur eines bedeuten: Ferien in Italien. Es hat mich auf meiner alljährlichen Flucht vor dem 1. August dorthin verschlagen. Ich wollte nicht zu weit fahren und es musste unbedingt Wasser in der Nähe sein. Meine Wahl fiel wieder einmal auf den Gardasee, allerdings hatte ich keine Lust auf vier Tage Ghetto. Aus diesem Grund entschied ich mich für Brescia. Für viele mag diese Wahl auf den ersten Blick estaunen, aber Brescia bietet einiges: auf der einen Seite die Annehmlichkeiten und Möglichkeiten einer Stadt, auf der anderen Seite eine regelmässige Busverbindung zum Gardasee.

Brescia ist so Italienisch, dass es fast weh tut. Vor allem hat es – im Gegensatz zum nur wenig entfernten Verona – fast keine Touristen. Ab und zu verirren sich einige Tagestouristen hierhin.

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Wochenende in Porto

Portugal kenne ich fast gar nicht – leider. Ich war zwar mal einige Tage in Lissabon, aber damit hat’s sich’s. Spanien ist nicht so meins und in Barcelona ist man wohl um jeden Touri froh, der nicht kommt. So habe ich mich für Porto als meine verlängertes Wochenende Destination entschieden – bevor die Stadt von den Touristenmassen völlig überrollt wird – dachte ich mir.

Porto ist relativ klein, die meisten Sehenswürdigkeiten sind bequem zu Fuss zu erreichen. Es gibt auch einen sehr guten OeV – Metro und Bus.

Um es vorwegzunehmen: Die Touristenmasse ist schon angekommen und dadurch, dass Porto relativ klein ist, steht man sich ziemlich auf den Füssen rum, vor allem am Ufer des Douro.

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